Therapeutischer Ansatz //

Erarbeitung einer realistischen Lebensperspektive

Berücksichtigung aller relevanten Faktoren

Wir verstehen die chronische Abhängigkeitserkrankung als bio-psycho-sozial bedingt. Nach dem heutigen Stand der Forschung müssen zur Erklärung der Entstehung und Aufrechterhaltung einer Abhängigkeitserkrankung kulturelle und soziale Faktoren (Verfügbarkeit des Suchtstoffes, Risikomilieu etc.) ebenso berücksichtigt werden, wie psychologische Faktoren (z. B. Suchtmittelkonsum als gelerntes Verhalten zur Spannungsreduktion, psychiatrische Komorbidität) und biologische Einflüsse (z. B. Genetik und Neurobiologie).

Verhaltensmedizinische Orientierung

Unserem Auftrag gemäß ist dementsprechend das gesamte therapeutische Programm verhaltensmedizinisch orientiert. Hierzu ist ein multiprofessionelles Arbeiten unabdingbar. Unter ärztlicher Leitung arbeiten verschiedene Berufsgruppen, wie Psychotherapeuten, Sozialarbeiter und Arbeitstherapeuteninterdisziplinär eng zusammen.

Hilfe zur Selbsthilfe

 

Unter Berücksichtigung der entsprechenden Fertigkeiten und Handlungsmöglichkeiten wird eine realistische Lebensperspektive erarbeitet, die vom Patienten im Rahmen der Behandlung Schritt für Schritt umgesetzt und überprüft werden kann. Die Erfahrungen werden in der Gruppe und im Einzelgespräch gemeinsam ausgewertet. Wir betonen in unserem therapeutischen Ansatz konsequent das Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe". Deshalb stehen das eigene Ausprobieren, Unterweisung und Training im Vordergrund. Trotzdem sind psychotherapeutische Interventionen, Betreuung und Fürsorge bei vielen unserer Patientinnen und Patienten unverzichtbar.